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Auswahl & Einführung

Cloud oder On-Premise: Was passt zu deinem Unternehmen?

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist Cloud-Software heute die einfachere Wahl: kein eigener Server, Updates inklusive, planbare Kosten. On-Premise lohnt sich vor allem bei besonderen Anforderungen an Datenhoheit, Anpassung oder bestehende IT-Infrastruktur.

Geschrieben von Dettingenstack-Redaktion

Aktualisiert am 02.11.2026 · 2 Min. Lesezeit

Illustration: Server in der Cloud und ein Server im eigenen Büro werden auf einer Waage verglichen.

Wie verbreitet Cloud-Software ist

Laut Statistischem Bundesamt nutzten 2025 54 % der Unternehmen in Deutschland mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige Cloud-Dienste (Pressemitteilung Nr. 416 vom 24. November 2025). Bei Großunternehmen waren es 86 %, bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten 51 %. Am häufigsten liegen E-Mail, Datenspeicherung und Office-Anwendungen in der Cloud; ERP- und CRM-Software nutzte jeweils knapp ein Viertel der Cloud-Anwender als Cloud-Dienst. Weitere Zahlen findest du auf unserer Seite Marktdaten.

Der Vergleich

KriteriumCloud (SaaS)On-Premise
Kostenlaufende Gebühr pro Nutzer, wenig AnfangsinvestitionLizenz oder Kauf, Server, Wartung, Personal
Startsofort nutzbarInstallation und Einrichtung nötig
Updatesautomatisch durch den Anbieterselbst planen und einspielen
SicherheitRechenzentrum des Anbieters, oft zertifiziertso gut wie deine eigene IT
DatenhoheitDaten beim Anbieter, vertraglich geregeltDaten im eigenen Haus
AnpassbarkeitKonfiguration im Rahmen des Produktstiefe Anpassungen möglich
Verfügbarkeitabhängig von Internet und Anbieterabhängig von eigener Infrastruktur
AbhängigkeitPreis- und Produktentscheidungen des AnbietersHersteller-Support, Hardware-Lebenszyklus

Wann Cloud passt

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung ist Cloud-Software die naheliegende Wahl. Sicherheitsupdates, Backups und Hochverfügbarkeit leistet ein professionelles Rechenzentrum oft besser als ein Server im Abstellraum. Mitarbeitende können ortsunabhängig arbeiten.

Was Cloud nicht verlagert, ist deine Verantwortung für die Daten. Du brauchst einen Auftragsverarbeitungsvertrag, musst den Serverstandort kennen und Übermittlungen in Drittländer absichern – siehe DSGVO-Check für Software. Der Kriterienkatalog C5 des BSI hilft bei der Bewertung von Cloud-Anbietern.

Wann On-Premise passt

  • Du hast eine eigene IT mit Kapazität für Betrieb, Backups und Sicherheit.
  • Du brauchst tiefe Anpassungen oder Anbindungen an Maschinen und Altsysteme.
  • Vertragliche oder regulatorische Vorgaben verlangen Daten im eigenen Haus.
  • Die Internetanbindung am Standort ist unzuverlässig.
  • Eine hohe Nutzerzahl macht Abo-Modelle langfristig deutlich teurer.

Viele Hersteller bieten On-Premise-Versionen nur noch eingeschränkt an oder entwickeln neue Funktionen zuerst für die Cloud. Frag nach der Produktstrategie, bevor du dich für Jahre bindest.

Mischformen

Zwischen den Polen gibt es Varianten: Private Cloud (die Software läuft exklusiv für dich bei einem Hoster), gehostete Standardsoftware (dein Partner betreibt eine On-Premise-Version für dich) oder hybride Modelle (sensible Daten im Haus, der Rest in der Cloud). Sie verbinden Kontrolle mit weniger Betriebsaufwand, kosten aber meist mehr als reines SaaS.

Kostenvergleich über fünf Jahre

Vergleiche nie Abo-Gebühr gegen Lizenzpreis. Rechne für On-Premise Server, Betriebssystem, Datenbank, Backups, Wartungsverträge und Arbeitszeit der IT hinzu, für Cloud die Gebühren für alle Nutzer, Zusatzmodule und Preiserhöhungen. Eine Anleitung steht im Ratgeber Software-Kosten richtig kalkulieren.

Quellen

  1. [1]Statistisches Bundesamt: Jedes zweite Unternehmen nutzt kostenpflichtige Cloud-Services (Pressemitteilung Nr. 416), 24.11.2025. Abgerufen am 02.11.2026.
  2. [2]BSI: Kriterienkatalog C5 (Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue). Abgerufen am 02.11.2026.
  3. [3]EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung). Abgerufen am 02.11.2026.

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