Die Lage 2026 in einem Satz
Für den Kauf von Software gibt es 2026 keinen bundesweiten Zuschuss mehr: Die Programme „Digital Jetzt“ und „go-digital“ sind ausgelaufen. Der Bund fördert heute vor allem Beratung, Kredite und kostenlose Unterstützung. Direkte Zuschüsse für Digitalisierungsinvestitionen kommen in erster Linie von den Ländern.
Bundesprogramme im Überblick
| Programm | Was gefördert wird | Art und Höhe | Stand |
|---|---|---|---|
| BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU | Beratung zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen – auch zur Digitalisierung | Zuschuss: 50 % der Beratungskosten (max. 1.750 €) bzw. 80 % (max. 2.800 €) je nach Standort | Richtlinie laut BAFA bis Ende 2028 verlängert, mit geänderten Bedingungen ab 2027 |
| KfW: ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit | Investitionen und Betriebsmittel für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben | zinsgünstiger Kredit über die Hausbank, ab 25.000 € | Konditionen tagesaktuell bei der KfW |
| Mittelstand-Digital Zentren | Informationsveranstaltungen, Workshops, Umsetzungsprojekte zu Digitalisierung, KI und IT-Sicherheit | kostenlos und anbieterneutral | bestehende Zentren laut BMWE bis Ende 2026 finanziert, Nachfolgenetzwerk geplant |
BAFA-Beratungsförderung
Das BAFA-Programm bezuschusst Beratungen durch zugelassene Berater. Gefördert wird die Beratung, nicht die anschließende Umsetzung oder die Software selbst. Eine Beratung zur Softwareauswahl, zum Lastenheft oder zur Prozessdigitalisierung kann darunter fallen. Pro Unternehmen sind mehrere Beratungen möglich, mit Höchstgrenzen pro Jahr und insgesamt. Der Zuschuss ist eine De-minimis-Beihilfe.
KfW-Kredit
Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit finanziert größere Vorhaben, etwa eine ERP-Einführung mit Hardware und Beratung. Beantragt wird über die Hausbank. Für kleine Software-Abos ist er in der Regel nicht gedacht.
Mittelstand-Digital
Die Mittelstand-Digital Zentren beraten nicht gegen Geld, sondern unterstützen kostenlos mit Workshops, Praxisbeispielen und kleinen Umsetzungsprojekten. Für den Einstieg in Themen wie KI, Prozessdigitalisierung oder IT-Sicherheit sind sie eine gute erste Adresse.
Programme der Länder
Viele Länder vergeben Zuschüsse für Digitalisierungsprojekte von KMU, oft als Gutschein oder mit einem prozentualen Anteil an Software-, Hardware- und Beratungskosten. Bedingungen, Höhe und Antragsfenster unterscheiden sich stark und ändern sich häufig. Die verlässlichste Übersicht bietet die Förderdatenbank des Bundes: Filtere nach deinem Bundesland, „Digitalisierung“ und „Zuschuss“.
So gehst du vor
- 01
Vorhaben beschreiben
Ziel, Software, Kosten und Zeitplan auf einer Seite – das brauchst du für jeden Antrag.
- 02
Programme suchen
Förderdatenbank, Landesförderbank, IHK oder Handwerkskammer.
- 03
Vor dem Vertrag beantragen
Die meisten Programme schließen Vorhaben aus, die vor der Bewilligung begonnen wurden.
- 04
Belege sammeln
Rechnungen, Zahlungsnachweise und Verwendungsnachweis sauber ablegen.
- Programm passt zu Unternehmensgröße und Standort
- Vorhaben noch nicht begonnen, kein Vertrag unterschrieben
- Förderfähige Kosten geklärt: Software, Hardware, Beratung, Schulung
- De-minimis-Erklärung vorbereitet, falls verlangt
- Eigenanteil und Vorfinanzierung eingeplant
Um die förderfähigen Kosten realistisch zu schätzen, hilft der Ratgeber Software-Kosten richtig kalkulieren und unser Kostenrechner.
Quellen
- [1]BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU. Abgerufen am 02.11.2026.
- [2]KfW: ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (380, 390, 391). Abgerufen am 02.11.2026.
- [3]BMWE: Was ist Mittelstand-Digital?. Abgerufen am 02.11.2026.
- [4]BMWE: Förderdatenbank des Bundes. Abgerufen am 02.11.2026.




